FAKE-NEWS IN DER KOSMETIKBRANCHE
SOGLIO PRODUKTE
FAKE-NEWS IN DER KOSMETIKBRANCHE – TEIL 1
Immer wieder melden sich claro Läden, dass besorgte Kund:innen sich zum Einsatz von «schädlichen» Substanzen in kosmetischen Produkten äusserten, so auch bei SOGLIO.
An dieser Stelle möchten wir gerne Klarheit schaffen. Apps wie z.B. Yuka oder Codecheck lösen solche Bedenken aus, wobei die Kritiken aus wissenschaftlicher Sicht völlig haltlos sind. Im Geschäftsmodell dieser Apps zahlen Produzenten von Kosmetika, damit ihre Produkte als Vorschlag erscheinen. Im Gegenzug werden naturkosmetikkonforme Inhaltstoffe in ein esseres Licht gerückt, während Rohstoffe, die dieses Prädikat nicht verdienen, schlecht dargestellt werden. Aus dermatologischer Sicht ist dieses Vorgehen leider sehr bedenklich, da oftmals Inhaltsstoffe kritisiert werden, dessen naturkosmetische Alternativen eine deutlich schlechtere Verträglichkeit aufweisen.
Ein bekanntes Beispiel dafür sind Parabene, eine Gruppe von Konservierungsmitteln, die häufig in Kosmetika und Arzneimitteln verwendet werden. Sie verhindern das Wachstum von Bakterien und Pilzen, wodurch die Produkte länger haltbar und sicher in der Anwendung bleiben. Auch Pflanzen wie Blaubeeren, Karotten, Gurken und Oliven enthalten natürliche Parabene, welche das Wachstum von Mikroorganismen hemmen und die Pflanzen schützen. Oben genannte Apps kritisieren an den Parabenen deren östrogenähnlichen Wirkung. Dabei wird jedoch verheimlicht, dass die eingesetzten Konzentrationen sehr niedrig sind, wodurch die Wirkung von Parabenen wesentlich geringer ist als die von körpereigenem Östrogen und somit unbedenklich sind. Um die Konsumenten vor Missbrauch zu schützen haben zudem Regulierungsbehörden weltweit, so auch in der Schweiz, Grenzwerte für die sichere Verwendung von Parabenen festgelegt. Sie gehören zu den am besten untersuchten und zu den wirksamsten
Konservierungsmitteln, wodurch Parabene bereits sehr tief dosiert effektiv sind. Dadurch sind sie sehr gut verträglich und haben im Vergleich zu den meisten Alternativen ein deutlich geringeres Allergiepotenzial.
Aus diesem Grund setzt SOGLIO in einigen Produkten für besonders sensible Haut Parabene ein. Als Alternative gibt es für normale Haut ein breites Sortiment an SOGLIO-Produkten mit naturkosmetik-konformer Konservierung.
FAKE-NEWS IN DER KOSMETIKBRANCHE – TEIL 2
Nachdem im letzten claroAktuell das Thema Parabene beleuchtet wurde, gehen wir in dieser Ausgabe auf die Petrolate ein, welche von Apps wie Codecheck oder Yuka oft kritisiert werden. Diese sind unter anderem auch bekannt als Vaseline. In den Kritiken dieser Apps steht meistens, dass sie Verunreinigungen wie
polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe enthalten, die potenziell krebserregend sein können. Doch wird hier verschwiegen, dass in Kosmetika und PharmaProdukten nur hochraffinierte Petrolate eingesetzt werden. Diese sind sicher und frei von schädlichen Verunreinigungen und gelten als hypoallergen, verursachen also kaum allergische Reaktionen. Gerade deshalb werden sie in der Medizin häufig in Salben und Cremes verwendet, als gängiger Bestandteil von Produkten zur Behandlung von Ekzemen und Dermatitis. Die halbfesten Mischungen von Kohlenwasserstoffen, werden in einer Vielzahl von Cremes und Salben als okklusive Substanzen eingesetzt, das heisst, sie bilden eine Schutzschicht auf der Hautoberfläche. Diese verhindert den Wasserverlust, was besonders
bei trockener Haut hilfreich ist. Die Barriere schützt die Haut auch vor äusseren Einflüssen wie Wind, Kälte oder Umweltverschmutzung und kann helfen, kleinere Hautverletzungen, Schnitte und Verbrennungen zu schützen, womit die Heilung unterstützt wird. Trotz ihrer dichten und okklusiven Natur sind Petrolate nichtkomedogen, sie verstopfen also die Poren nicht. Wegen diesen positiven Eigenschaften setzt SOGLIO ganz gezielt und sehr tief dosiert in vereinzelten Produkten für besonders trockene Haut Petrolate in pharmazeutischer Qualität ein. Denn es gibt bisher noch keine alternativen Rohstoffe mit vergleichbaren Eigenschaften.
In der heutigen Zeit gilt es leider viel mehr darauf zu achten, woher die Informationen stammen. Für Informationen zu den INCI geht ihr am besten auf die Seite www.haut.de. Die dahinterstehende Datenbank aus Deutschland wird von öffentlichen Ämtern, Dermatologen und Verbraucherschützern getragen und stützt sich auf wissenschaftlich fundierte Quellen. Es werden hilfreiche Informationen zu den einzelnen INCI-Nomenklaturen und auf die Wirkung der Inhaltsstoffe auf der Haut aufgezeigt und beleuchtet ganz neutral die Rohstoffe aus dermatologischer Sicht. Die App dient vorwiegend Allergiker:innen, um auf bestimmte Inhaltsstoffe aufmerksam zu machen, was im Übrigen auch Sinn und Zweck der INCI ist, alles andere ist unseriös!